Bahnhof Pfalzfeld
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Streckenbeschreibung
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Streckenbeschreibung
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Bildergalerie 28. Mai 1983
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Bahnhof Pfalzfeld in Km29,0
Der Bahnhof Pfalzfeld liegt in schöner Lage oberhalb der Ortschaft Pfalzfeld. Die Gleisanlage entsprach ganz dem Baustill wie Alterkülz,  Ebschied und Lingerhahn. Dazu kommt ein schöner Wasserturm oberhalb des Bahnhofs.
 Das Empfangsgebäude (Mittleres Empfangsgebäude) ist ein wenig größer als auf den restlichen Stationen der Hunsrückbahn zwischen Simmern und Boppard. Zu finden ist das Gebäude aber auch in Windesheim, Argenthal, Sohren oder Hirschfeld. Aber auch an der Nahe, in Niederhausen, wurde der Bauplan angewandt.  Zwei Wasserkräne vervollständigten das Bild ab 1906. Weitere Fakten: Pfalzfeld ist  der höchste Punkt der Hunsrückbahn Simmern - Boppard und die Ortschaft Pfalzfeld war um 1900 die zweitgrößte Ortschaft an der gesamten Strecke. Ebenfalls 1906 vermerkt sind Einfahrsignale und eine mechanische Schranke an der Straße Pfalzfeld - Lingerhahn im Bahnhofsbereich.  Auf einem alten Bild (siehe Bildergalerie) ist gut der Verschlag vor der Güterabfertigung zu erkennen, der bis um 1950 das Stellwerk vor Wind und Wetter schützte. Nach der Eröffnung Kastellaun-Pfalzfeld  am 01.Okt.1906 endeten die Züge von Simmern in Pfalzfeld. Gleichzeitig wurde der Bau nach Boppard weiter betrieben.
Am 03.08.1908 folgt die Eröffnung Pfalzfeld - Boppard und Pfalzfeld wird zur Durchgangsstation. 30 Jahre ändert sich nun wenig.
Erst beim Bau der Hunsrückhöhenstraße (1938) kam es zu Modernisierungen. Bessere Verladerampen und ein verbesserter Oberbau wurden eingebaut. Ob die Schubstangentechnik für die Weichen im Bahnhof Pfalzfeld 1940/41 ersetzt wurden, konnte ich bis heute nicht klären. In einem Film von 1940 sind die Stangenantriebe noch gut zu erkennen. Normalerweise wurden neue Stellwerksanlagen von der Deutschen Reichsbahn 1940/41 in neue Anbauten direkt am Bahnhof untergebracht. Sowas gab es aber in Pfalzfeld nie.
Nach dem 2 Weltkrieg wurden die betrieblichen Anlagen 1952 auf den modernsten Stand der damaligen Zeit gebracht. (Ebenfalls ein Hinweis darauf, dass die alten Schubstangentechnik noch vorhanden war) Eine Rückfallweichenanlage ersetzte den örtlichen Fahrdienstleiter. Aber das bedeutete für Pfalzfeld nicht das Ende einer Besetzung durch Bahnmitarbeiter. Die Schrankenanlage am östlichen Bahnhofskopf (Richtung Emmelshausen) musste weiterhin bedient werden. Erhalten geblieben sind die Unterlagen des Zugleitbahnhofs Kastellaun aus dem Jahre 1958, wo sehr schön die Meldungen des Schrankenwärters Pfalzfeld eingetragen sind. Erst 1961 (ggf auch 1 oder 2 Jahre später) wurde die Schrankenanlage durch eine Blinklichtanlage ersetzt. Der Schrankenwärter verlor seinen Dienstposten. Ebenfalls zu dieser Zeit schloss die Fahrkartenausgabe die vom Wärter mit betreut wurde.

 

Links: Pfalzfeld
im Winter mit Schnee
und Sonne TOPP
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Unten: Zwei weitere
Traumbilder aus dem
Jahre 1983



2x Bahnhof Pfalzfeld 1985 und 2012

Links: Zugkreuzung
 in Pfalzfeld
am Morgen
 

Die komplette Bahnhofsanlage blieb bis zum Juni 1983 erhalten  ohne große Änderungen. Noch Heute gibt es eine baugleiche Anlage in FUNKTION im Bf Ulmen in der Eifel.
In Sachen Zugleitbetrieb tat sich die BD Trier besonders hervor. Hatte sie doch in ihrem Bezirk einige Strecken, die nur geringen Verkehr aufwiesen und im 2 Weltkrieg aus militärischen Gründen ausgebaut worden waren. Jeder Bahnhof war mit Betriebsbeamten besetzt zum Teil für 3 Zugpaare am Tag. Besonders in Eifel und Hunsrück wurden deshalb die Strecken auf Zugleitbetrieb (BND) in den 1950ern umgestellt. Sobald einige andere Projekte abgeschlossen sind, gibt es einen kleine Seite zum Thema Zugleitbetrieb bei der BD Trier/Saarbrücken.
In den ersten 50 Jahren galt ein fast immer gleicher Fahrplan. (Siehe Unterlagen) Erst in den 1950ern Jahren verschlechterte sich das Angebot. Bis auf 4 Zugpaare täglich schrumpfte das Angebot in den 1960er Jahren. Erst durch mehr Schüler wurden einzelne zusätzliche Züge ab Mitte der 1960er Jahre (ab Pfalzfeld) eingelegt.  Bis 1983 verkehrt ein morgendlicher Schülerzug ab Pfalzfeld nach Boppard. Zum Schulschluss verkehrt wieder ein Schülerzug nach Pfalzfeld, der dies aber nur an Schultagen tat. Besonders am frühen Morgen wurde in Pfalzfeld was geboten. Im Bilderteil dazu ein paar Bilder von der morgendlichen Rangiertätigkeit.
 Von Anfang an wurde auf der Hunsrückbahn dem Ausflugsverkehr Rechnung getragen. In den 1920er Jahren verkehrten Sonderzüge von Boppard nicht selten bis Pfalzfeld.
Erst mit Einstellung des Sonntagsverkehrs 1975 endet vorerst der Ausflugsverkehr. Heute sind die Züge zwischen Boppard und Emmelshausen am Wochenende am stärksten Genutzt (abgesehen vom Schülerverkehr).
 Der Güterverkehr wurde in Pfalzfeld vom Holzverkehr und dem örtlichen Landhandel geprägt. Andere Kunden sind bis heute nicht bekannt geworden.
Der letzte große Tag erlebte der Bahnhof Pfalzfeld am 28 Mai 1983 als der Sonderzug Boppard - Simmern (6teilig) mit dem planmäßigen letzten Zug nach Boppard kreuzte. (Siehe Bilderteil 28. Mai 1983)

Rechts: Lz in Pfalzfeld 1983

DAS ENDE:
Zum 30 Mai 1983 wurde als erster Abschnitt der Hunsrückbahn Pfalzfeld - Leiningen - Emmelshausen gesperrt.
Lingerhahn - Pfalzfeld war der zweite Anschnitt, der im Gesamtverkehr eingestellt wurde. 1988 nach Ende der Holzabfuhraktion Wiebge, wurde das Streckengleis wegen Oberbaumängel gesperrt. Die Gleise wurden beim Abbau 1998 entfernt.
Heute erinnern ausgemusterte Bauzugwagen im Bahnhof Pfalzfeld an eine bessere Zeit. Das Gebäude befindet sich in einem ansprechenden Zustand und dient als Gaststätte.
(siehe Bilder in der Galerie)

Bekanntgabe Rückbau Bahnübergang
in Pfalzfeld

 
Oben: Wasserturm 1972
Links: Zustand ca 1930

Lageplan 1906
 
Lageplan 1978
 

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Letzte Änderung: Mittwoch, 09 Januar 2013

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