Gemeinde Bahnhof Buchholz Boppard-Buchholz
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Streckenbeschreibung

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Bilder von 1908 bis 1973 Bilder von 1974 bis 1983
Bilder von 1984 bis 1995 Bilder von 1995 bis 2011
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Bahnhof Buchholz in km 46.5
1908 bei der Betriebseröffnung waren 4 Gleise vorhanden, das Empfangsgebäude (Baumuster Kleines EG) und die Wasserversorgung für die Dampfloks. 1909 wurden das Ausziehgleis/Steilstreckenschutz und eine Drehscheibe mit 12 Meter der Bahnhofsanlage beigegeben. Der Bahnhof wurde mit mech. Signaltechnik versehen. (Einfahrsignale und fernbediente Weichen) 1910 erfolgte die Verlängerung der Gleise in Richtung Emmelshausen und der Lokschuppen mit 3 Ständen wurde gebaut. Wobei 2 Stände für die Zahnradloks eingerichtet wurden und ein Stand für die Loks aus Simmern genügen musste.  Während der Lokschuppen noch heute völlig umgebaut von einer Firma genutzt wird, wurde das Empfangsgebäude in einer Nacht- und Nebelaktion wenige Stunden vor der Unterdeckmalschutzstellung abgerissen. Das Abrissgerät wurde von der Firma (Stellt Baugeräte her) gegenüber des Bahnhofes gestellt. Im Jahre 1938 wurden die Gleise nochmals in Richtung Emmelshausen verlängert und das Stellwerk durch ein modernes Einheitsstellwerk ersetzt. Im Krieg wurde die Drehscheibe entfernt, die seit ca 1920 nicht mehr benötigt wurde. In einem Film von ca 1930 ist die Drehscheibe noch zu erkennen. Nach dem Krieg wurden die Gleise wieder gekürzt. Die Lokbehandlungsanlagen verloren dann 1956 ihren Sinn, da der Gesamtverkehr von modernen Schienenomnibussen übernommen wurde. Der Lokbehandlungsbereich mit dem Lokschuppen wurde von der Firma gegenüber des Bahnhofes angekauft und bis in die 1990er Jahre als Verladeanlage für ihre Produkte genutzt.
 Bis 1972 sicherten  Einfahrsignale den Bahnbetrieb. Aufträge für die Ausfahrt wurden vom Aufsichtsbeamten per Abfahrtsstab gegeben. Nach 1972 wurden in Richtung Simmern zwei Formsignalen aufgestellt. Die beide Signale konnten die Signalbilder Hp0/2 zeigen. Der anschließende Weichen + Bahnübergangsbereich war nur  mit 10km/h zu befahren. Die Einfahrt in die Steilstrecke wurde durch ein Gruppenausfahrsignal gesichert. Hier war es nötig, dass der Fahrdienstleiter per Abfahrtsstab weiterhin der Zugfahrt in Richtung Boppard zustimmte. Mitte der 1970er Jahre erfolgte eine völlige Umgestaltung des nördlichen Bahnhofskopfes. Grund war der Bau einer Brücke für die A61. (siehe Bilderteil)
Anfang der 1980er Jahre wurde Gleis 3 rückgebaut und das Stellwerk angepasst. Die Stilllegung der Strecke Emmelshausen - Simmern am 28.05.1983 brachte den Bahnhof Buchholz unter die Verwaltung der Bundesbahndirektion Köln. Nur 2 Jahre wurde der Bahnhof nun noch betrieben. In den letzten Wochen des Mai 1985 wurde der Bahnhof zurückgebaut und ein kleines Stellwerk (ohne örtliche Besetzung) gegenüber des EG ersetzte das alte Stellwerk im Bahnhof. Aber auch dieses Stellwerk wurde nicht lange betrieben. Nach dem Ende des Güterverkehrs wurde dieses auch Mitte der 1990er Jahre außer Betrieb genommen.
Am 03.08.1987 erfolgte als Höhepunkt der Zerstörungswut. Nämlich der Abriss des Empfangsgebäudes nur wenige Stunden vor der unter Denkmalunterschutzstellung.
In den 1990er Jahren versuchte die DB den Haltepunkt Buchholz nochmals mit einem neuen Haltepunktdesign aufzuwerten. Schade um das Geld. Schon wenige Wochen nach der feierlichen Vorstellung waren Scheiben und Sprechverbindungen zerstört. Die Kosten der Anlage hatte das Land RP übernommen. Für die Instandhaltung war die DB AG zuständig. So präsentiert sich Heute  auch die Anlage.

 

 

Oben: Ansichtskarte 1910
Rechts: Sonderzug am 25.10.1969

 

Links: Bahnhof Buchholz
mit der Baureihe 798

Rechts: Zustand 1982

Links: Zugkreuzung
im Bahnhof Buchholz/Hunsrück

Rechts: Zustand 2010

   
Links: Güterzug mit 213
und Wendezug mit Br213
im Bahnhof Buchholz
 

Betrieblichen Aufgaben und der Güterverkehr
Seit der Eröffnung der Strecke 1908 sicherte Buchholz in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienstleiter in Boppard den Zugverkehr auf der Steilstrecke nach FV. Bis 1962 wurde auch die Strecke bis Emmelshausen nach FV betrieben. Ab 1962 oblag die Betriebsführung dem Zugleiter in Kastellaun die Strecke Buchholz - Emmelshausen. Ab Juni 1983 war dann der Fdl Buchholz Zugleiter für die Reststrecke bis Emmelshausen. In Richtung Boppard wurde bis zum 01.06.1985 nach FV ohne Streckenblockeinrichtungen gefahren. Danach wurden die Signale rückgebaut und der FDL Boppard übernahm als Zugleiter die Verantwortung. Zugkreuzungen waren auch weiterhin möglich in Buchholz. Die beiden Einfahrweichen waren bis 1995 fernbedient. Nach Einstellung des Güterverkehrs wurden auch diese Weichen Rückgebaut. Es war nun nur noch möglich, einen Zug auf der Gesamtstrecke verkehren zu lassen. In Boppard wurde eine Stellwerksanpassung eingebaut, die keine weitere  Zugfahrt zulässt.  Die Sicherheitsvorschriften zur Steilstrecke bring ich in einem eigenen Beitrag. 
Der Güterverkehr war seit der Betriebseröffnung sehr bescheiden.
Bis zum Ende des Zahnradbetriebes übernahmen die Loks vom Bw Simmern die Güterzüge von den Zahnradloks in Buchholz. Mit Einsatz der Baureihe 94 übernahm diese Baureihe des Gesamtverkehr im Güterverkehr auf der Strecke  Simmern - Boppard. Bis Mitte der 1950er Jahre kammen so auch Loks der BR 94 nach Simmern. Nachdem die Schienenomnibusse den Verkehr übernommen hatte, verkehrte der Nahgüterzug von Simmern ab Mitte der 50iger Jahre nur noch bis Emmelshausen. Die Bedienung des Tarifpunktes Buchholz besorgte ein SoloVT98 der im Fahrplan als Gmp verkehrte. Anfang der 1970er änderte sich das. Durch die Ansiedlung von Industrie direkt am Bahnhof Buchholz wurde es von nun an notwenig, die Übergabe bis Buchholz zu führen. Zur Verladung kamen Baugeräte/Baumaschinen. Diese waren das Hauptgut auch bis zur Einstellung des Güterverkehrs im Jahre 1995. Ab 1983 erfolgte die Bedienung nicht mehr über Simmern sondern über die Steilstrecke mit der Baureihe 213. Siehe Bildteil 1983 bis 1995.
Heute sieht man Güterverkehr nur auf der A61. Eine verfehlte Verkehrspolitik die bis HEUTE anhält.

Rechts: Testfahrten mit TVT
im Jahre 2010
   

 
Oben: FA 1985
Links: Fa 1983

1908 bis 1929 Zahnstangenloks der Baureihe 97
1930 bis 1955 Tenderloks im Reibungsbetrieb der Baureihe 94
1956 bis 1983 Schienenbusse der Baureihe VT98 (798)
1983 bis 1995 Dieselloks der Baureihe V100 (213)
1996 bis 2011 Dieselloks der Baureihe V160 (215/218)
2011 Triebwagen der Baureihe 650

 

Telegramm über das Eisenbahnnetz
Für das Jahr 1953 liegt eine Fernsprechverbindungsvorschrift vor: In Buchholz konnten Täglich von 7 bis 19 Uhr Telegramm aufgegeben und von 8 bis 12 / 15 bis 18 Uhr empfangen werden.


Lageplan 1910
 
Lageplan 1972
     

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Letzte Änderung: Sonntag, 24 Februar 2013

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