Bahnhof Boppard
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Bahnhof Boppard 
Km 110,7  LINKEN RHEINSTRECKE
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Um 1900 begannen die Vorplanungen für den Anschluss der Hunsrückbahn. In ersten Planunterlagen sah eine Linienführung über das Forsthaus Buchenau vor. Die Einfädelung sollte aus Richtung Bingen erfolgen. Gegenüber (vor der ev Kirche) sollte ein kleines Betriebswerk entstehen. Wie wir heute wissen setzte sich aber die Linienführung über Buchholz durch und die Bahn wurde von Norden an den Bahnhof Boppard angebunden. Am nördlichen Bahnhofskopf hatte der Bahnhof bis Mitte der 1950 Jahre einen Lokbahnhof. (siehe rechts unten)  Um die Hunsrückbahn aufzunehmen, erfolgte nach 1900 ein großer Umbau bzw. eine Erweiterung der Bahnhofsanlage. Von Bingen kommend entstanden rechts eine Bahnmeisterei mit Gleisanschluss. Gegenüber eine große Holzverladerampe. (heute Parkhaus und Haltepunkt)
 Rechts im Anschluss an die Bahnmeisterei ein stattliches Empfangsgebäude und gegenüber der Gleisanlage eine geräumige Güterabfertigung mit Freiladegleis. Die Gleisanlage wurde entsprechend erweitert. Für die damalige Zeit wurde eine "Moderne Signalanlage" aufgebaut. Höhepunkt war aber die Versetzung des Wehrturmes, um einige Meter. Dieser wurde Damals als Wasserturm genutzt. Denkmalschutz Anno 1905!
 Nachdem der Bahnhof inkl. der Gleisanlagen auf einen modernen Stand gebracht war, konnte der Betrieb in Boppard ohne große Schwierigkeiten bewältigt werden. Größere Veränderungen gab es in Boppard 70 Jahre nicht. Immer wieder verschwand einer der zahlreichen Schrankenposten im Ortsbereich. Diese wurden durch Unterführungen ersetzt.
  Ab 28.08.1977 übernahm ein modernes DrS60 Stellwerk die Aufgaben der alten mechanischen Stellwerke in Boppard. Einher damit, ging eine Anpassung der Gleisanlagen. Als nächstes wurde die Bahnmeisterei abgerissen. Ein neues Gebäude wurde genau dort errichtet, wo einst der Lokbahnhof stand. Ein steilstreckentauglicher Schwerkleinwagen (Klv53) hatte hier sein zu Hause. Aber schon wenige Jahre später wurde auch die neue Bahnmeisterei geschlossen. Lange Jahre verwahrloste das Gebäude und Gelände. Erst 2007 wurde dort die neue Betriebsstätte für den neuen Verkehrsunternehmer, der die Steilstrecke nun befährt, erstellt.
 Das stattliche Empfangsgebäude wurde in den 1990ern abgerissen. Heute führt genau an dieser Stelle die B9 entlang. Auch die Güterabfertigung wurde zerstört und das Gelände dient heute als Parkplatz.
 Geblieben ist ein Bahnsteig und das Stellwerk aus dem Jahre 1977.
 Keine Spur mehr, von einem ansprechenden "Willkommen liebe Gäste", in Boppard. Wichtiger war die neue Bundesstraße zu bauen. Der Lärm von der B9 ist aber geblieben, bzw durch die höhere Geschwindigkeiten der PKW´s hat er sich erhöht.
 Nur wenige Bahnhöfe in Deutschland haben so eine negative Ausstrahlung wie der Bahnhof Boppard heute.  

 

Links: Schienenbus am
Bahnsteig3 in Boppard.
Ein Bild das 28 Jahre so möglich war.

Rechts: V100 (213) im
Gleis 4 in Boppard.
Güterverkehr mit 213.
12 Jahre der Standart

Links: 218 am
Bahnsteig3 in Boppard.
Zugverkehr von 1995 bis 2011

Rechts: Triebwagen oder doch nur ein Schienenbus?
Bahnsteig3 in Boppard.
Die nächste Generation tritt an.

Links: Schienenbus und
Donald Duck/Tieffieger
im Bahnhof von Boppard.
Heute sind beide von den Gleisen verschwunden!

Links: Lokbahnhof Boppard
um 1970
Unten: 1. Bahnmeisterei Anstelle des ehem. Lokbahnhofs. Um 1980
2. Betriebswerk 2011
 

Betriebswerk Boppard (Lokbahnhof)

Um die Zahnradloks 97.0: Preußische T 26, die ab 1908 auf der Steilstrecke zum Einsatz kamen, Ortsnah zu warten, wurde zwischen Hunsrückbahn und Rheinstrecke ein kleines Betriebswerk errichtet. Auch dürfte hier die örtliche Rangierlok ihr zu Hause gehabt haben.
Selbstständig war die Dienststelle aber nicht. So wurde der Lokbahnhof in den ersten Jahren von Simmern bzw Bingerbrück aus verwaltet. Getauscht wurden die T26 sicherlich oft mit den Loks beim Betriebswerk Linz, wo die Baureihe auf der Strecke nach Flammersfeld zum Einsatz kam. Um 1922/23 wurden dann Versuche mit der Baureihe T20 durchgeführt. So war die T26 vor allem am Wochenende mit den zahlreichen Ausflugszügen überfordert und nicht selten wurde mit zwei Maschinen gefahren. Dazu kam dann noch oft eine Vorspannlok aus Simmern in Form einer T9.1. Da die T20 aber nicht den erhofften Erfolg hatte, wurden Testfahrten mit der Baureihe T16.1 durchgeführt. Innerhalb weniger Jahre könnten mit dieser Maschine die ohne Zahnstangenantrieb auskam, die schwachen T26 ersetzt werden. Zum Ende der 1920 Jahre war die T26 in Boppard Geschichte und die T16.1 mit Gegendruckbremse zog im Heizhaus Boppard ein. Die Zahnstange wurde dann ab 1930 entfernt. Am 21. Mai 1937 wurde der Lokbahnhof Boppard dem Betriebswerk Simmern zugeteilt. Aber schon am 23.09.1940 wechselte die Zuständigkeit wieder zurück nach Bingerbrück. Am 01. Dezember 1945 erfolgte dann die 3te Verwaltungsänderung. Diesmal wurde aber das Betriebswerk Koblenz/Mosel Dienststelle für die Baureihe 94 wie die T16 sich nun schrieb. Ein paar Jahre blieben den T16.1 nun noch. Von ca. 1930 bis ca. 1955 hatten die Bopparder T16 die Aufgabe die Personenzüge zwischen Boppard und Buchholz zu fahren. Dazu kam der Güterzug nach Simmern und zurück. Ab 1956 wurden die Personenzüge von den roten Schienenbussen (VT98) des Bw Simmern gefahren und der Güterzug verkehrte nur noch zwischen Simmern und Emmelshausen mit der Baureihe 93.5 vom selben Betriebswerk. Den spärlichen Güterverkehr zwischen Emmelshausen und Boppard wickelte ebenfalls der VT98 ab. Nur beim Einsatz von Sonderzügen oder Bauzugeinsatzen verirrte sich nun eine T16.1 nochmals nach Boppard. Das Ende des Lokbahnhofs Boppard dürfte dann auch im Jahre 1956 gekommen sein. Die überzähligen T16 wurden im Juni 1956 nach Oberlahnstein und Engers überstellt. Bis in die 1970 diente der Lokschuppen nun den VT98 und seinen Personalen als Übernachtung und Meldestelle bis zum Abriss
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Quellhinweis: Die Baureihe 94 Hansjürgen Wenzel EK-Verlag 1973
100 Jahre Hunsrückbahn Stadt Boppard/VGBoppard 2008

Lokbahnhof Boppard Beheimatungen
1908 - Mainz 9001 - 9003 (T26)
1910 - Mainz 9004 (T26)
1911 - Mainz 9005 (T26)
Umzeichnung der Loks 1920
Mz9001 = 97 004
Mz9002 = 97 005
Mz9003 = 97 008
Mz9004 = 97 009
Mz9005 = 97 014
Neu in Boppard 1921
97 029 und 030
Bis 1930 wurden diese Loks durch die Baureihe 94 ersetzt


94 817 in Ko Mosel

Baureihe 94 (T16.1)
94 817 ca 1927-24.06.1956
94 881  1954-26.06.1956
94 988 ca 1927-09.07.1956
94 1080 ca 1927-08.06.1956
94 1144 ca 1927-09.06.1956
94 1363 ca 1939-22.10.1956
94 1652 ca 1936-02.09.1939
Sicherlich gibt es noch weitere T16.1 die hier im Einsatz waren.
Quellhinweis: Die Baureihe 94 Hansjürgen Wenzel EK-Verlag 1973

GESUCHT

Bilder von der Baureihe 215

 
Oben: Güterverkehr auf der Steilstrecke
Rechts: Personenzug bis 1956

In Gütersloh beschäftigt man sich inzwischen mit der Hunsrückbahn und möchte Boppard - Buchholz im Modell umsetzen.
Bild anklicken und
"Modellbahn neu" anschauen!


Lageplan 1962
 


Lageplan 1962
  Aktuelles "Rund um Boppard" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn

Aktuelles "Rund um Boppard" und der Hunsrückbahn
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Letzte Änderung: Donnerstag, 27 März 2014

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